Was ist eine weibliche/männliche Stimme?

Während ich im Internet auf der Suche nach passenden Artikeln und Video suchte, wie ich erlernen kann, eine weibliche Stimme zu erlernen, stieß ich auf diese Seite hier:

Stimme feminisieren ohne OP

Ich persönlich finde diesen Artikel sehr interessant. Und zwar nicht bloß für Transgender M zu F, sondern generell, weil darin interessante Fakten stehen, wie Frauen und Männer ihre Stimme einsetzen und wie Stimmlage und Lautstärke bestimmte Wirkungen auslösen, bewusst und unbewusst.

Im Artikel steht auch, dass bei konstantem Training die Transfrau nur noch eine gewisse Muskelgruppe zur Stimmbildung einsetzt, eine andere dafür immer weniger benutzt wird… Jetzt würde mich natürlich mal interessieren, wie das bei Transmännern ist… Werden neue Muskelgruppen zur Stimmbildung entdeckt und trainiert, die vorher kaum eine Rolle gespielt haben? Löst alleine die Hormonzufuhr von Testosteron aus, dass diese Muskeln stimuliert werden?

Von Natur aus habe ich zum Glück schon immer eine leicht höhere Stimme gehabt als der Durchschnittsmann, es geht also mehr darum, meinen Resonanzkörper zu verweiblichen, als wirklich die Tonhöhe zu verändern… Aber genau kann ich es mir noch nicht vorstellen, was sich wirklich alles verändern wird, dafür bin ich noch zu sehr am Anfang.

Außerdem wird wohl auf mich ein ganzes Jahr lang Training kommen, bis ich wirklich sagen kann, meine Stimme ist 24/7 als weibliche „einsatzbereit“, ohne dass ich nach ein paar Stunden heiser werde oder dass ich auf Lautstärkewechsel oder vollen Tonumfang verzichten muss… Davor graust mir auch ein wenig, denn bisher war ich selten in meinem Leben besonders konsequent, wenn es um Aufgaben ging, die einen längeren Zeitrahmen umfassten.

Es gibt zur Zeit wenigstens ein anderes Gebiet, wo ich ziemlich konsequent jeden Tag Fortschritte mache: ich lerne Holländisch. Jeden Tag mindestens 20 Minuten. Und es macht immer noch viel Spaß, obwohl ich eigentlich keinen besonderen Motivationsgrund habe, denn zwar hatte ich mal die Überlegung, nach Holland zu ziehen, aber dieser Plan ist aus diversen Gründen abgebrochen worden. Doch da ich nunmal angefangen habe, diese Sprache zu lernen, will ich jetzt nicht so schnell das wieder ad acta legen… Es macht sogar jetzt schon Spaß, sich holländische Filme anzusehen, obwohl ich eigentlich erst Ende Juni das Sprachlevel B2 erreicht haben werde (und somit mein Lehrbuch komplett durch habe).

Also werde ich wohl auch das Durchhaltevermögen haben, die weibliche Stimme anzutrainieren, wo ich ja subjektiv gesehen einen höheren Motivationsgrad habe.

Na gut, es kommt ja noch dazu: Aller Anfang ist schwer. Holländisch ist zugegebener Maßen für Deutsche eine leicht zu erlernende Sprache. Die Grammatik ist ähnlich und es gibt auch viele gleichbedeutende Wörter wie im Deutschen. Natürlich gibt es auch viele „False Friends“, aber gerade die, finde ich zumindest persönlich, machen es so reizvoll, dass man umso eifriger lernen will. So heißt „zich vergissen“ keinesfalls „sich vergessen“, sondern „sich irren“.

Beim Erlernen der weiblichen Stimme kommen eine Menge neuer Techniken auf mich zu. Ich muss sie erstmal kennen lernen und verinnerlichen, bis sie zur täglichen Routine werden. Irgendwann muss ich nicht mehr auf’s Blatt schauen oder die Videos angucken, wenn ich mein tägliches Training absolviere.

In diesem Sinne mache ich mich mal wieder ran, der Sonntag will noch genutzt werden…

Alles Liebe,

Josephine

2 Kommentare

  1. Bei Transmännern ist des vermutlich anders denn im Gegenteil zu Transfrauen haben die den Stimmbruch ja nie erlebt und erst mit der Hormonbeigabe werden diese eben nicht nur den Stimmbruch erleben sondern eben auch den Bartwuchs, was ja bei Transfrauen genau andersrum ist, die kämpfen gegen den Bartwuchs weil sie den leider haben, weil ja ursprünglich männlich waren und bei der Stimme isses dasselbe, so gesehen habe es die Transmänner einfacher, denn die müssen nix tun ausser ihre Hormone schlucken oder spritzen lassen und die Zeit abwarten bis der Stimmbruch erfolgt ist……

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