Ponyplay goes Christmas…

So ewig lange habe ich keinen Beitrag mehr in diesen Blog geschrieben… Das liegt nicht nur daran, weil ich mich mehr um meinen etwas kommerzielleren Blog, http://josephineschwarzer.com, kümmern will. Ein größerer Grund war, weil ich einfach lange Zeit nicht wusste, was ich hier schreiben soll. Das soll nicht heißen, dass mich nichts die letzten Monate bewegt hatte, im Gegenteil, es war viel los. Aber irgendwie hatte ich immer Gründe zu sagen, nein, darüber schreibe ich nicht, oder das hier ist nicht gut genug. Vielleicht liegt es auch daran, weil ich seit dem Umzug meines Blogs zur Domain ethischeschlampe.com meine Stammleserschaft nicht mehr hier als Abonnenten hatte. Somit dachte ich mir, was ich hier poste, liest eh keiner. Aber eigentlich ist das alles in der heutigen Zeit ja Blödsinn, so zu denken. Schließlich weiß ich ja, dass ich jederzeit wieder Leser in meinen Blog kriege, wenn ich nur beständig wieder was schreibe. Auch kann ich ja in den Social Medias genügend Werbung machen, dass wieder viele auf meine Beiträge aufmerksam werden.

Und so will ich auch nicht weiterjammern oder rumargumentieren, sondern natürlich wieder einen Blogeintrag mit echtem Inhalt bringen. Nun wohne ich ja schon fast ein halbes Jahr hier in Ludwigshafen und ich habe mich auch langsam eingelebt. Na gut, wohnen möchte ich hier nicht bleiben, denn die Nachbarn sind nicht sehr erträglich. Lauter junge ausländische Familien mit Kindern, die auch eine ganz andere Einstellung und Kultur zur Erziehung von Kindern haben. So schreien die Nachbarn nebenan ihre Kinder an, damit sie ruhig sind (was natürlich nicht passiert) und über uns rennen die Kinder ständig durch die Wohnung, so dass man am liebsten dort in Laufschuhen sich für den Wohnungsmarathon mit anmelden will. Und wenn sie gerade nicht rennen, dann läuft der Staubsauger, mindestens 2-3 mal am Tag.

Auch bin ich wieder im Pflegedienst tätig, was mich sehr freut. Endlich eine Person, die meine positive Lebenseinstellung zu schätzen weiß. Die Exherrin aus Heidelberg weigert sich immer noch, mit mir zu reden. Sie hasst mich angeblich. Mittlerweile weiß ich auch, wieso. Es hat ihr nicht gepasst, was ich über sie hier in diesem Blog schreibe. Merkwürdig, das hat sie früher nicht gestört, auch wenn ich noch so offen war.

Aber lasst mich lieber über was schöneres schreiben. Meine Freundin, Lady Sabine, hatte mal wieder vor, mich als Pony durch die Stadt zu führen. In Ludwigshafen ist derzeit natürlich Weihnachtsmarkt, da wollte sie sich nicht die Gelegenheit entgehen lassen, mich vorzuführen. Doch dieses Mal ist wieder was neues hinzu gekommen zu unserem Spiel: Ich habe ja schwarz durchgefärbte Kontaktlinsen. Wenn ich diese trage, bin ich also quasi blind. Die durfte ich beim letzten Ausritt also tragen.

Interessant war, dass ich, nachdem ich die Kontaktlinsen eingesetzt hatte, daheim noch viel durch die Linsen erkennen konnte. Vielleicht lag das daran, weil die Lichtverhältnisse daheim einfach optimal genug waren. Zwar konnte ich natürlich nicht alles scharf sehen, aber ich wusste, wo welche Möbel standen und ich meine Klamotten zum Anziehen fand. Auch meine Freundin konnte ich erkennen. So vermutete ich, dass ich ja draußen umso mehr sehen müsste, zumal dort ja mehr Licht war als drinnen. Doch das Gegenteil war der Fall! Als Lady Sabine mich durch die Straßen führte, konnte ich teilweise nicht einmal wahrnehmen, wo genau die Autos parkten und wo die Häuser standen. Manches mal fiel es Sabine richtig schwer, mich auf eine Linie zu halten. Für mich wiederum wirkte es oft so, als würde ich auf der Stelle gehen. Vielleicht können diejenigen unter euch Lesern meine Situation mitfühlen, wenn sie mal selbst im Stockfinsteren irgendwo lang gehen mussten.

alles für das Pony: meo-team.com

Auch gingen wir durch das Rathauscenter. Da es Sonntag war, der erste Advent, mussten wir glücklicherweise nicht uns durch große Menschenmengen schlagen, auch die Geschäfte dort hatten geschlossen. Zwar war es da drinnen recht hell, sogar festlich beleuchtet mit Weihnachtslichterketten, doch dank meiner Linsen hatte ich eher den Eindruck, ich würde durch eine dieser begehbaren Geisterhäuser gehen, wie man sie auf manchen Jahrmärkten anstatt Geisterbahnen findet.

Ponyplay Weihnachtsmarkt 2013, Gesicht mit Pocket Darkroom Linsen

Auf dem Weihnachtsmarkt selber angekommen wurden wir, gemessen an der Menschenmenge, die unterwegs war, sehr häufig und auch fast ausschließlich nett angesprochen auf unser Spiel. Einige ließen sich auch gerne mit mir photographieren durch ihre Handys. Es bemerkte wohl niemand, dass ich ja eigentlich blind war. Eine Person, die besonders daran interessiert war, wo man denn unser Ponyoutfit kaufen kann, wurde schließlich auch auf die Kontaktlinsen aufmerksam gemacht. Sie konnte es erst gar nicht glauben, dass ich sowas mit mir machen ließ. Natürlich habe ich selber die ganze Zeit über nicht geredet, nur Tierlaute von mir gegeben. Reden hätte ja auch keinen Zweck gehabt mit der Beißstange zwischen meinen Zähnen…

Ponyplay Weihnachtsmarkt 2013 #2 Ponyplay Weihnachtsmarkt 2013

Der Rückweg war genauso spannend wie der Hinweg, auch wenn es keine besonderen Begebenheiten gab, die ich jetzt hier erzählen könnte. Vielleicht kann ich ja Lady Sabine dazu bringen, dass sie wieder was aus ihrer Sicht schreibt, schließlich sah sie ja auch einiges mehr als ich. Wieder zu Hause stellten wir fest, das wir wirklich 2 Stunden unterwegs gewesen waren. Gut, das ist jetzt natürlich viel kürzer als die Ausritte damals im Sommer, aber dafür, dank „Pocket Darkroom„, umso intensiver für Pony als auch für Trainerin. Es war jedenfalls ein tolles Erlebnis, das ich gerne bald mal wiederholen würde. Daheim ließ ich die Linsen auch erstmal noch eine Weile in meinen Augen, sogar mein Abendessen nahm ich blind ein. Ich liebe diese Dinger!

Ponyplay macht glücklich!

Ponyplay macht glücklich!

Also, in diesem Sinne wünsche ich euch eine frohe Vorweihnachtszeit! Ich will auch gerne wieder öfter mal was hier schreiben. Wir lesen uns!

 

Alles Liebe,

Josephine

P.S.: Hier die Sicht von Lady Sabine:

Hallo ihr Lieben,

letzten Sonntag war es soweit, es gab auch für mich eine Premiere beim Ponyplay.
Ein Pony mit schwarzen Kontaktlinsen hatte ich bisher noch nicht geführt. Alleine das Treppenlaufen war eine Herausforderung. Die Angst war da, mein Pony könnte stürzen und ich könnte es nicht alleine mit den Zügeln auffangen!
Flocke geriet immer wieder aus der Bahn, was mich teils fast wütend machte.
Sie lief in die Menschen hinein oder plötzlich auf Laternenpfähle zu. Meine Angst galt auch, durch die hochhackigen Stiefel von Flocke, dass sie bei Straßenbahnschienen und Unebenheiten des Weges umknicken könnte und sich ernsthaft den Huf verletzen.
Oh je, was mache ich dann?
Zum Glück und wegen meiner guten Führung ging alles gut und hat viel Spaß gemacht, da viele Menschen freundlich und interessiert auf mich zu kamen.

Alles Liebe,

Eure Lady.

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